Man sollte eine Immobilie nie kaufen, nur um Steuern zu sparen

19. Aug. 2014

Steuern sparen macht erst dann Spaß, wenn man Ausgaben hat, die einen Geldbeutel nicht belasten.

Zunächst gilt es zwischen der eigenen Nutzung und einer Fremdvermietung zu unterscheiden. Das eigene Wohnen interessiert aus steuerlicher Sicht nur wenig. Kauft man eine Immobilie, die man fremdvermietet, kann man alle Aufwendungen in diesem Zusammenhang steuerlich ansetzen. Unterschieden wird zwischen Anschaffungs- und laufenden Kosten. Zu den Anschaffungskosten gehören der Kaufpreis, die Kaufvertrags-, Kaufvertragsneben- und Grundbuchkosten, Maklergebühren und Finanzierungsnebenkosten. Diese werden aufgeteilt in Kosten für Grund und Boden und Kosten für das Gebäude, auf letztere wird dann der ansetzbare Abschreibungssatz angewandt. Steuerlich direkt absetzbar sind nur die laufenden Kosten, somit alles, was zur Sicherung und Erhaltung von Einnahmen dient. Hierzu gehören z. B. die Grundsteuer, Finanzierungszinsen (keine Tilgung), das Wohngeld u. ä, also Werbungskosten, die den Einnahmen gegenüber gestellt werden. Im Idealfall sollten die Einnahmen die Ausgaben deutlich übersteigen. Dieses Einnahmeplus ist dann die Rendite, bei welcher man jedoch etwaige Schmälerungen durch evtl. nicht rechtzeitige Anschlussvermietung, Mietausfälle oder Reparaturaufwendungen zusätzlich bedenken sollte. Füllt dann die Rendite den Geldbeutel beständig, belastet ein steuerliches Ergebnis nicht die eigene Liquidität sondern erhöht sie.